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Erbschaft - 10 Tipps worauf Sie beim Erben achten sollten

  • Redaktion Erbrechtsinfo.at
3 Generationenfamilie Oma, Mutter Tochter
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Die Erbschaft Definition lautet: Eine Erbschaft ist die Gesamtheit von Rechten und Pflichten, die nach dem Tod eines Menschen auf die Erben übergehen. Um den Übergang dieser Rechte und Pflichten problemlos zu gestalten, finden Sie im folgenden Beitrag 10 wichtige Tipps zur Erbschaft in Österreich. 

Die Informationen reichen vom Verlassenschaftsverfahren, der Erbschaft ohne Testament und der Erbschaftssteuer bis hin zu Tipps, wie man einen guten bzw. den besten Anwalt für Erbrecht findet.

Das Wichtigste in Kürze

  • Beim Thema Erbschaft in Österreich gibt es von der gesetzlichen Erbfolge über die vorweggenommene Erbfolge und Schenkungen einiges zu beachten.
  • Grundsätzlich ist es empfehlenswert, im Falle einer Erbschaft einen Spezialisten für Erbrecht aufzusuchen.
  • Seit der Reform im Jahre 2017 wird keine Erbschaftssteuer beziehungsweise Schenkungssteuer mehr erhoben. Lediglich Grunderwerbsteuer beim Erben von Immobilien oder Grundstücken muss entrichtet werden.
  • Um Erbstreitigkeiten zu vermeiden, sollten bei der gewillkürten Erbfolge alle Pflichtteile berücksichtigt werden.
  • Beim Erben und Vererben innerhalb der EU gelten andere Regelungen als außerhalb der EU.

Verlassenschaftsverfahren – Anwalt oder Notar hinzuziehen?

Bei einer Erbschaft kommt es häufiger zu Erbstreitigkeiten, als man denkt. Vor allem, wenn nicht im Rahmen der gesetzlichen Erbfolge, sondern der gewillkürten Erbfolge mit Testament geerbt wird, sind Streitigkeiten vorprogrammiert. 

Hier kommt es im Rahmen der Erbschaft in Österreich zur Durchsetzung von Pflichtteilsansprüchen, teils wollen Erben ihren Erbteil einklagen oder es herrscht Uneinigkeit, ob ein Testament nach Scheidung gültig oder ungültig ist. 

Um sicherzugehen, dass Sie beim Erben in Österreich beziehungsweise der Erbschaft keine Fehler machen, sollten Sie Hilfe an Anspruch nehmen. Neben einem Notar ist hier ein Experte für Erbrecht der richtige Ansprechpartner für Sie. 

Dieser kann Sie von Anfang an begleiten, Ihnen bei Fragen zur Seite stehen und im Falle eines Erbstreits unterstützen.

Erbschaft ohne Testament und mit Testament

Das Erbschaftsrecht in Österreich sieht zwei mögliche Wege der Erbschaft vor: die Erbfolge bei Testament und die gesetzliche Erbfolge. Bei der gesetzlichen Erbfolge erbt ein gesetzlich festgelegter Personenkreis, der in verschiedene Erblinien aufgeteilt ist. 

Gibt es mehrere gesetzliche Erben, so erben diese je nach Erbenkonstellation und Anzahl der Erben nach einer bestimmten Erbquote. Wenn mit Testament geerbt wird, so legt der Erblasser seine Erben selbst fest. 

So kann er dir frei verfügbare Quote des Erbes selbst verteilen. Geschützt sind nur die Pflichtteile pflichtteilsgeschützter Erben, die bei der Testament Erstellung beachtet werden müssen.

Pflichtteil und Anspruch

Mit dem Pflichtteilsrecht in Österreich wird ein bestimmter Personenkreis beim Erbe geschützt. Zu den pflichtteilsberechtigten Erben zählen die Kinder eines Erblassers und im Rahmen des Ehegatten Erbrechts auch der Ehepartner. 

Eingetragene Lebenspartner sind verheirateten Paaren gleichgestellt. Wenn Sie die Höhe des Pflichtteils berechnen möchten, so gilt, dass dieser immer halb so hoch ist wie die gesetzliche Erbquote. 

Oftmals versuchen Erblasser bereits zu Lebzeiten, die Pflichtteile unliebsamer Erben mithilfe von Schenkungen zu Lebzeiten zu schmälern. Wenn Sie sich näher zum Erbschaft Pflichtteil informieren möchten, ist ein Rechtsexperte für Erbrecht der richtige Ansprechpartner für Sie.

Erbverzicht rückgängig machen bzw. widerrufen – geht das?

Ein Erbverzicht wird zu Lebzeiten aus verschiedenen Gründen vereinbart. Wenn dann zu einem späteren Zeitpunkt der Wunsch entsteht, den Erbverzicht rückgängig zu machen, so ist dies möglich. 

Allerdings müssen beide Parteien mit dem Widerruf einverstanden sein und einen Notar aufsuchen, damit der Widerruf gültig ist. Wenn erst nach dem Tod des Erblassers der Wunsch entsteht, einen Erbverzicht rückgängig zu machen, so gestaltet sich das wesentlich schwieriger. 

Hier ist es nur noch in Ausnahmefällen möglich, trotz Erbverzicht einen Teil der Erbschaft zu erhalten. Wenn beispielsweise eine Täuschung nachgewiesen werden kann, kann der Erbverzicht rückgängig gemacht werden.

Wie berechnet sich die Erbschaftssteuer in Österreich?

Die Erbschaftssteuer in Österreich wurde im Jahre 2008 offiziell abgeschafft. Allerdings gilt diese Regelung nicht für Immobilien und Grundstücke, die Erben aus der Verlassenschaft erhalten. Wie hoch die Grunderwerbssteuer beziehungsweise die Erbschaftssteuer in Österreich im Einzelnen ausfällt, hängt vom Verkehrswert der Immobilie beziehungsweise des Grundstücks ab. 

Hierbei gilt, dass auf die ersten 250 000 Euro 0,5 Prozent Steuern anfallen. Weitere 150 000 Euro schlagen mit 2 Prozent und alles darüber mit 3,5 Prozent zu Buche. Was für die Erbschaftssteuer gilt, gilt auch ebenso für die Schenkungssteuer. 

Auch diese wurde in Österreich abgeschafft beziehungsweise muss nur noch in Form der Grunderwerbssteuer bei der Schenkung von Immobilien und Grundstücken entrichtet werden.

Erben von Immobilien im Ausland – Was sollte dabei beachtet werden?

Beim Erben von Immobilien im Ausland gibt es bei einer Erbschaft beziehungsweise Verlassenschaft einiges zu beachten. Zunächst kommt es darauf an, ob eine Immobilie innerhalb oder außerhalb der Europäischen Union vererbt wird. 

Innerhalb der EU gibt es seit dem Jahre 2015 eine Erbrechtsverordnung, in der das Erben von Immobilien geregelt wird. Mit einem Testament kann der Erblasser beispielsweise selbst entscheiden, ob das Erbrecht seines Heimatlandes oder das angewendet werden soll, in dem die Immobilie steht. 

Am besten ist es, sich im Falle einer Verlassenschaft aus dem Ausland mit einem Erbrechtsexperten in Verbindung zu setzen. So stellen Sie sicher, dass Ihnen keine Fehler unterlaufen.

Welche Änderungen zur Erbrechtsreform 2017 in Österreich gibt es?

Mit dem Erbrechtsänderungsgesetz 2017 gibt es bei einer Erbschaft einige neue Regelungen zu beachten. Zum einen sind nur noch direkten Nachkommen sowie Ehegatten pflichtteilsberechtigt, nicht mehr die Eltern eines Erblassers. 

Des Weiteren wurde das Erbrecht von Ehepartnern beziehungsweise eingetragenen Lebenspartnern gestärkt. Neu ist auch das Pflegevermächtnis. Demzufolge haben Angehörige, die einen Verstorbenen mindestens drei Jahre lang in einem größeren Umfang unentgeltlich gepflegt haben, Anspruch auf einen Teil der Verlassenschaft. 

Wie findet man einen guten bzw. den besten Rechtsanwalt für Erbrecht?

Einen passenden Anwalt für Erbrecht zu finden, ist gar nicht so einfach, wie die meisten denken. Neben der fachlichen Qualifikation muss ein Erbschaft Anwalt auch genügend Erfahrung mitbringen. Außerdem ist die zwischenmenschliche Sympathie für eine erfolgreiche Zusammenarbeit Voraussetzung. 

Auf Erbrechtsinfo.at haben Sie die Möglichkeit, einen passenden Erbrechtsexperten in Ihrer direkten Umgebung ausfindig zu machen und kostenlos und unverbindlich Kontakt aufzunehmen. 

Während eines unverbindlichen Erstgesprächs können Sie mit dem Erbschaft Rechtsanwalt alle Fragen zum Thema Erbschaft beziehungsweise Verlassenschaft besprechen.

Wieviel kostet ein Rechtsanwalt für Erbrecht in Österreich?

Es ist verständlich, dass sich die meisten Menschen bei der Wahl eines Rechtsexperten für Erbrecht vor allem für die Kosten interessieren, die auf sie zukommen können. 

Allerdings ist es leider nicht möglich, zu den Kosten eine pauschale Aussage zu machen. Wie hoch die Kosten ausfallen, ist von Fall zu Fall unterschiedlich und hängt nicht nur mit dem Streitwert beziehungsweise dem Wert der Erbschaft, sondern auch der Dauer des Verfahrens zusammen. 

Darüber hinaus gibt es verschiedene Abrechnungsmöglichkeiten wie das Pauschalhonorar oder die stundenweise Abrechnung. Diese Modalitäten können Sie gleich beim Erstgespräch gemeinsam mit Ihrem Anwalt besprechen.

Erbstreitigkeiten bzw. Erbstreit - Was tun?

Erbstreitigkeiten kommen leider häufiger vor, als man denkt. Wenn es bei Ihnen Streit um die Verlassenschaft gibt, ist es ratsam, sich mit einem Erbschaft Anwalt in Verbindung zu setzen. Dieser kann Sie am besten beraten, was das weitere Vorgehen angeht. 

Immer häufiger wird auch eine sogenannte Mediation im Erbrecht genutzt. Mit dieser soll der Streit um eine Erbschaft möglichst friedlich und für alle zufriedenstellend beigelegt werden, bevor ein handfester Rechtsstreit entsteht. 

Ein Experte für Erbrecht kann Sie zum Thema Mediation im Erbrecht umfassend beraten und Ihnen auch bei anderen erbrechtlichen Fragen helfen, beispielsweise bei den Themen Erbteilung, Erbschein und dem Erbvertrag.

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