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Vermächtnis - Alles was Sie zum letzten Willen wissen sollten

  • Redaktion Erbrechtsinfo.at
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Von einem Vermächtnis spricht man dann, wenn aus einem Erbe einzelne Posten an eine bestimmte Person oder Einrichtung vermacht werden. Für gewöhnlich hat ein Verstorbener per Testament eine oder mehrere Personen zu seinen Erben bestimmt. Dabei wird das Erbe durch die Erben geteilt. Beim Vermächtnis werden z.B: Wertgegenstände, Aktien, Bargeld oder Wohneigentum explizit benannt und einem Erbren vermacht. Ein Vermächtnis kann in einem Testament, Verfügungen ohne Erbeinsetzung oder Erbvertrag angeordnet sein.

Im Folgenden Artikel finden Sie alle Informationen über den Unterschied Vermächtnis und Erbe. Wie vermache ich einer Person zum Beispiel ein Auto? Was kann vermacht werden? Und was muss ich bei einem Vermächtnis beachten? Durch die Pflege von Angehörigen wird auch das Thema Pflegevermächtnis immer bedeutender.

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Was ist der Unterschied zwischen Erbe und Vermächtnis?

Im Zuge einer Vererbung ist der Erbe der Gesamtrechtsnachfolger des Verstorbenen, tritt also in dessen Rechte und auch Pflichten ein. Das heißt, der Erbe übernimmt bei Antritt des Erbes auch Verpflichtungen, Verbindlichkeiten oder gar eventuelle Schulden des Erblassers.

Anders als der Erbe übernimmt der Vermächtnisnehmer aber nicht die Rechtsposition des Verstorbenen. So muss er zum Beispiel keine Schulden des Verstorbenen übernehmen, obwohl er sein Vermächtnis annimmt. Es besteht ein großer Unterschied darin, ob Hinterlassenschaften „vererbt“ oder „vermacht“ werden. Vermächtnisse können einen Großteil des Erbes ausmachen. Dies kann schon bei vermachtem Wohneigentum der Fall sein. Besteht ein Vermächtnis aus allen Einzelposten oder wesentlichen Teilen eines Erbes, kann es allerdings als eine „Vererbung“ zu verstehen sein.

Beispiel

Ein Vermächtnis und die Erbeinsetzung könnte in einem Testament so aussehen: „Meine Frau und meine Tochter sollen Haus, Hof und mein ganzes Vermögen erben. Den Oldtimer und meine Briefmarkensammlung vermache ich meinem Sohn.“

Letzter Wille: Was kann „vermacht“ werden?

Prinzipiell können alle Gegenstände und Rechte eines Verstorbenen vermacht werden. Zum Beispiel können Kunstgegenstände, Wohnrechte, der Anspruch aus einem Bausparvertrag oder einer Lebensversicherung und Dienstbarkeiten (Servitute) ein Vermächtnis darstellen.

Wichtig!

Derjenige, dem etwas vermacht wurde, muss darüber informiert werden. Der Begünstigte eines Vermächtnisses muss über dieses Vermächtnis in Kenntnis gesetzt werden. Das zuständige Gericht verlangt einen Nachweis dafür, dass der Begünstigte des Vermächtnisses darüber unterrichtet wurde.

Wie kommt der Begünstigte in den Genuss des Vermächtnisses?

Ein Vermächtnis wird durch den Tod des Vermächtnisgebers rechtskräftig und ist sofort zu erfüllen. Hier bilden Geldvermächtnisse eine Ausnahme. Geldvermächtnisse müssen erst ein Jahr nach dem Tod des Vermächtnisgebers ausgezahlt werden.

Die Erben müssen Geldvermächtnisse auszahlen, auch wenn kein Bargeld zu ihrer Erbschaft gehörte. Sie müssen dann den Zahlbetrag des Geldvermächtnisses selber aufbringen. Der Verstorbene kann in seinem Letzten Willen einen oder mehrere seiner Erben zur Leistung des Vermächtnisses bestimmt haben. Die Erben müssen den vermachten Gegenstand an den Begünstigten des Vermächtnisses herausgeben. Tun sie das nicht, hat der Vermächtnisnehmer die Möglichkeit, das ihm angedachte Vermächtnis einzuklagen.

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Welche Auskunftsrechte hat der Vermächtnisnehmer?

Es kommt vor, dass die Erben einem Vermächtnisnehmer keine Auskunft über das Erbe geben wollen. Wenn der Erblasser ausdrücklich einen Auskunftsanspruch mit vermacht hat, ist es einfach. Aber auch sonst wird im Gesetz dem Vermächtnisnehmer ein Auskunftsrecht zugesprochen. Wenn der Vermächtnisnehmer pflichtteilsberechtigt ist, steht ihm aufgrund seines Pflichtteilsanspruchs ein Recht auf umfassende Auskunft über den Nachlass zu. 

Was kann Vermächtnisnehmer tun wenn Erben keine Auskunft geben?

Wenn der oder die Erben dem Vermächtnisnehmer keine Auskunft über das Erbe geben wollen und diese verweigern, kann der Betroffene die Auskunftserteilung gerichtlich einklagen.

Wichtig dabei zu wissen ist, dass die Erben nicht zwangsläufig über das gesamte Erbe Auskunft geben müssen. Sonder nur über den für das Vermächtnis relevanten Teil. 

Pflegevermächtnis - Was ist das?

Oft kommt es nach dem Tod eines Angehörigen zu Erbstreitigkeiten. Nicht zuletzt deswegen weil ein Angehöriger den Verstorbenen gepflegt hat und in diese Pflege viel Kraft und Zeit geflossen ist. Das Erbrechtänderungsgesetz von 2015 hat dem Pflegevermächtnis Aufmerksamkeit geschenkt und regelt den Anspruch des Pflegenden. 

Bedingungen Pflegevermächtnis

Das Gesetz gibt folgende Bedingungen für den Anspruch auf das Pflegevermächtnis vor:

  • Die Pflege muss ohne Entgelt geleistet worden sein
  • Das Pflegevermächtnis steht einer Person auch dann zu, wenn sie über den Pflichtteil bereits einen Teil des Erbes erhält
  • Gibt es einen Enterbungsgrund, kann das Pflegevermächtnis auch entzogen werden
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