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Testamentregister - Infos, Kosten & Ablauf

  • Redaktion Erbrechtsinfo.at
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Um sicherzustellen, dass ein Testament oder eine letztwillige Verfügung auch nicht plötzlich verschwindet oder abhanden kommt, hat in Österreich die Möglichkeit die letztwillige Verfügung im Testamentregister registrieren zu lassen. 

Wer Vermögen in Österreich an die Nachkommen weitergeben will und dabei keinen Erbstreit der Hinterbliebenen riskieren will, sollte ein Testament errichten, welches klar regelt, wer was und wieviel von Ihrem Erbe erhält. 

Registrierung eines Testaments im zentralen Testamentregister

Im Testamentregister können z.b. von Rechtsanwälten für Erbrecht Testamente, letztwillige Verfügungen oder Erbverzichte registriert werden. Dabei wird nicht nicht das Dokument an sich hinterlegt, sondern nur der Vermerk der Erstellung und Hinterlegung eines Testaments. 

Das dient dafür, dass der Testator bei Ableben feststellen kann ob ein Testament vorhanden ist. Spezialisierte Anwälte für Erbrecht oder Gerichtskomissäre können im Rechtsarchiv das Testamentregister abrufen ob ein Testament in der Datenbank hinterlegt wurde.

Info!

Das zentrale Testamentregister sorgt seit über 40 Jahren in Österreich für die Auffindbarkeit von letzwilligen Verfügungen!

Ablauf Testamentregister

Über mehrere Jahre pflegen und betreuen Angehörige ihre Verwandten. Nach Ableben des zu Pflegenden steht ein Verlassenschaftsverfahren an. Die Verwandtschaft weiß, dass zu ihren Gunsten ein Testament (auch als letztwillige Verfügung oder Vermächtnis bezeichnet) niedergelegt worden ist. Der Gerichtskommissär jedoch weiß von dieser Verfügung nichts. Sie lässt sich auch nicht auffinden.

Die Folge dieses Umstands ist, dass die Aufteilung des gesamten Vermögens, auf viele, in der ganzen Welt verstreute, Verwandte eintritt und dabei oftmals Hinterbliebene denen eigentlich mehr zustände weniger erhalten als eigentlich geplant. Dieses Fallbeispiel ist in der Praxis kein seltenes. Um solche Probleme im Erbrecht oder Verlassenschaftsverfahren zu vermeiden, errichtete die österreichische Rechtsanwaltschaft nun ein zentrales Testamentregister.

Eine elektronische Datenbank. In dieser können Vermächtnisse und letztwillige Verfügungen registriert werden. Hierbei wird lediglich ein Vermerk über die Existenz einer letztwilligen Verfügung hinterlegt und über den Aufbewahrungsort des Dokuments.

Es ist eine Absicherung, um im Todesfall des Testators, sicherzustellen, dass das Dokument der letztwilligen Verfügung vom Gerichtskommissär gefunden werden kann. Verlassenschaftsgericht oder auch Gerichtskommissär sind dazu verpflichtet das nationale Testamentregister nach einer eventuell vorliegenden Registrierung einer letztwilligen Verfügung der verstorbenen Person zu durchsuchen. 

Info!

Beim österreichischen Testamentregister handelt es sich um eine elektronische Datenbank zur Registrierung von Testamenten.

Anwalt für Regsitrierung

Über einen österreichischen Anwalt und gegen ein geringes Entgelt ist es jedem möglich sein bestehendes Testament oder Vermächtnis im Testamentregister zu registrieren.

Hierbei wird, wie bereits erwähnt, ausschließlich ein Vermerk über den Verwahrungsort der letztwilligen Verfügung angegeben. Es ist dem Zweck dienlich die letztwillige Verfügung auch bei einem Anwalt hinterlegen zu lassen. So kann das Dokument, im Falle des Ablebens des Testamentauftraggebers, unmittelbar dem Verlassenschaftsgericht ausgehändigt werden.

Das ist ratsam, jedoch nicht notwendig, so lange über alle anderen Aufbewahrungsorte der Zugriff im Verlassenschaftsverfahren geregelt ist.

Insbesondere im Erbrecht und des Verlassenschaftsverfahrens fungieren Rechtsanwälte als erfahrene Berater. Im Fall einer Nachregistrierung ist es daher ratsam die rechtliche Prüfung oder auch Neuauflage eines bereits bestehenden Testaments vorzunehmen. 

Wichtig!

Es ist jederzeit möglich ein bereits bestehendes Testament abzuändern oder aufzuheben. Der österreichischen Rechtsanwaltschaft ist es, mit dem nationalen Testamentsregister, gelungen, Rechtssicherheit einen weiteren Schritt voranzubringen.

Welche Kosten entstehen für die Nutzung des Testamentregisters in Österrreich?

Kosten beim Notar:

Der Notar erhebt eine einmalige Gebühr für das Beraten, Errichten, die Hinterlegung und Registrierung eines einfachen Testament Dokuments im Zentralen Testamentsregister der österreichischen Notariatskammer.
Abhängig ist diese vom damit verbundenen, jeweiligen Aufwand. Die Bearbeitungsgebühr eines einfachen Testaments liegt hierbei zwischen 200 Euro und 300 Euro. Laufende Gebühren für die Hinterlegungsdauer fallen nicht an.

In komplizierteren Testamentsfällen, in denen vorher eingehende Besprechungen notwendig sind, ist es ratsam die Kosten vorher in Erfahrung zu bringen. Wird das Testament ohne Rechtsberatung eigens verfasst können Kosten von 100 Euro zuzüglich Umsatzsteuer und Barauslagen anfallen. In diesem Falle sollte das selbst verfasste Testament von einem Notar begutachtet und mit ihm besprochen werden.

Kosten beim Rechtsanwalt

Das Honorar für diese Rechtsanwaltsleistungen kann frei vereinbart werden. Die Gebühr für die Registrierung des Dokuments im Testamentsregister der österreichischen Rechtsanwälte erfolgt einmalig. Fortlaufende Gebühren für die Hinterlegungsdauer fallen nicht an.

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