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Einantwortung – Was ist das und wie lange ist die Dauer im Verlassenschafts­verfahren?

Einantwortung in Österreich
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Bei der Einantwortung geht es darum, dass in einem sogenannten gerichtlichen Verlassenschafts­verfahren in Österreich, die Personen ermittelt werden, die berechtigt sind, als Erbe eines Verstorbenen, den Nachlass entgegenzunehmen. Sie sind dann diejenigen, denen der Nachlass zu übergeben (einzuantworten) ist.

Inhaltsverzeichnis

Was ist genau unter Einantwortung im Verlassenschafts­verfahren zu verstehen?

Mittels  Einantwortungsbeschluss des Gerichts können der Erbe oder die Erben bei der Einantwortung die Stellung des Erblassers einnehmen, so dass ihnen der Nachlass rechtmäßig übertragen wird. Die Einantwortung ist eine Besonderheit im österreichischen Recht. 

Die österreichische Rechtsordnung sieht nach Abschluss des Verlassenschafts­verfahrens den eigenen hoheitlichen Akt vor, durch den der Erbe Eigentum am Nachlass erwirbt, nachdem er die Erbantritts­erklärung abgegeben hat.

In diesem Zusammenhang ist wichtig, dass die Einantwortung eine Universalsukzession bewirkt. Dadurch tritt der Erbe in die Rechte sowie auch alle Pflichten des Erblassers ein. Bis zu diesem Zeitpunkt ist der ruhende Nachlass eine juristische Person. 

Das heißt, dass ähnlich wie bei einer GmbH oder Stiftung, in der eigentümerlosen Phase der Nachlass ein selbständiges Vermögen ist. Genauso wichtig ist, dass die Einantwortung mit einem gesonderten Beschluss des Gerichts bestätigt wird.

Außerdem ist die Vorlage des Einantwortungsbeschlusses in bestimmten Fällen erforderlich, wie zum Beispiel bei einer Grundbucheintragung, wenn Liegenschaftsvermögen oder Immobilien im Nachlass vorhanden sind. Ein Einantwortungsbeschluss ist beispielsweise vorzulegen bei einer Betriebsauflösung, die durch Tod eines Unternehmers erforderlich geworden ist. 

Oder bei Tod eines Gesellschafters für die Beendigung beim Finanzamt und um das Unternehmen aus dem Firmenbuch zu löschen.

Fazit:

Zusammenfassend ist die Einantwortung die gerichtliche Übergabe des Nachlasses einer verstorbenen Person in das rechtmäßige Eigentum der jeweilig berechtigten Erben. Außerdem ergeht nach Beendigung des Verlassenschaftsverfahrens der Einantwortungsbeschluss, in dem das Gericht festhält, wer und in welchem Umfang, zu welcher Quote, Erbe ist.

Ratschlag zum Einantwortungs­beschluss

Bei weiteren Fragen wie z.B. Dauer bei Einantwortungs­beschlüssen fragen Sie einen auf Erbrecht spezialisierten Rechtsanwalt in Österreich. Hier finden Sie Rechtsanwälte spezialisiert auf Erbrecht in Wien, Linz, Salzburg, Graz und anderen österreichischen Bundesländern.

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