Rechtshilfe im Erbrecht
  • Erbrecht für Nicht-Juristen einfach erklärt
  • Rechtsprodukte im Erbrecht zum Fixpreis
  • Geprüfte & spezialisierte Anwälte für Erbrecht lösen Ihr rechtliches Problem
Rechtsproblem im Erbrecht?
  • Geprüfte & spezialisierte Anwälte für Erbrecht finden
  • Passenden Rechtsanwalt für Ihr Anliegen auswählen
  • Erstberatung zum Fixpreis vereinbaren

Einantwortung – Was ist das und wie lange ist die Dauer im Verlassenschafts­verfahren?

  • Redaktion Erbrechtsinfo.at
Einantwortung in Österreich
Share on whatsapp
Teilen
Share on email
Email senden

Bei der Einantwortung geht es darum, dass in einem sogenannten gerichtlichen Verlassenschafts­verfahren in Österreich, die Personen ermittelt werden, die berechtigt sind, als Erbe eines Verstorbenen, den Nachlass entgegenzunehmen. Sie sind dann diejenigen, denen der Nachlass einzuantworten ist.

Was ist genau unter Einantwortung im Verlassenschafts­verfahren zu verstehen?

Nach einem Beschluss des Gerichts können dadurch der Erbe oder die Erben die Stelle des Erblassers einnehmen, so dass ihnen der Nachlass rechtmäßig übertragen wird. Die Einantwortung ist somit eine Besonderheit im österreichischen Recht. 

Die österreichische Rechtsordnung sieht nach Abschluss des Verlassenschafts­verfahrens den eigenen hoheitlichen Akt vor, durch den der Erbe die Vermögenswerte des Nachlasses als Eigentum erwirbt, nachdem er die Erbantritts­erklärung abgegeben hat.

In diesem Zusammenhang ist wichtig, dass es die Einantwortung eine Universalsukzession zur Folge hat. Dadurch übernimmt der Erbe die Rechte sowie die Pflichten des Erblassers. Bis dahin bleibt der ruhende Nachlass eine juristische Person. 

Das heißt, dass ähnlich wie in einer GmbH sowie einer Stiftung in der eigentümerlosen Phase das Erbe ein selbständiges Vermögen ist. Genauso wichtig ist, dass die Einantwortung mit einem gesonderten Beschluss des Gerichts bestätigt wird.

Außerdem ist die Vorlage des Einantwortungsbeschlusses in bestimmten Fällen erforderlich, wie zum Beispiel bei einer Grundbucheintragung, wenn Liegenschaftsvermögen oder Immobilien im Nachlass vorhanden ist. Ein Einantwortungsbeschluss ist beispielhaft vorzulegen bei der Betriebsauflösung, die durch Tod eines Unternehmers erforderlich geworden ist. 

Oder den Tod eines Gesellschafters, um den Betrieb beim Finanzamt zu schließen und letztlich, um das Unternehmen aus dem Firmenbuch zu löschen.

Fazit:

Als Fazit ist die Einantwortung eine gerichtliche Übergabe des Nachlasses von einer verstorbenen Person hin in den rechtlichen Besitz der jeweiligen Erben. Außerdem ergeht nach Beendigung des Verlassenschaftsverfahrens der Einantwortungsbeschluss, in dem das Gericht festhält, wer und in welchem Umfang, zu welcher Quote, der Erbe ist.

Ratschlag zum Einantwortungs­beschluss

Bei weiteren Fragen wie z.B. Dauer bei Einantwortungs­beschlüssen fragen Sie einen auf Erbrecht spezialisierten Rechtsanwalt in Österreich. Hier finden Sie Rechtsanwälte spezialisiert auf Erbrecht in Wien, Linz, Salzburg, Graz und anderen österreichischen Bundesländern.

Weitere Beiträge die Sie interessieren könnten..
6410 ratings